Skolevalg
CLIENT
Skolevalg
INDUSTRY
Bildung
EXPERTISES
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Interactive UI & Visual Design
Digital Experience Platform
ABOUT
Skolevalg ist eine nationale dänische Bildungsinitiative, die Demokratie ins Klassenzimmer bringt und junge Menschen auf ihre erste Begegnung mit dem Wählen vorbereitet. Die in Zusammenarbeit mit wichtigen öffentlichen Institutionen entwickelte Plattform fördert politisches Verständnis, Beteiligung und demokratisches Vertrauen bei der nächsten Wählergeneration.
VISIT skolevalg.dk

PROJECT OVERVIEW
Herausforderung
Lösung
Das sagt unser Kunde
Architektur
Das sagt unser Kunde
Ergebnis
Das sagt unser Kunde
Wirkung
Skolevalg rückt Politik in einen Zusammenhang, der für junge Menschen greifbar ist, für alle, die ihre erste Stimme noch nicht abgegeben haben. Die Lösung verbindet digitale Innovation mit pädagogischen Werkzeugen auf einer E-Learning-Plattform und fördert so demokratisches Verständnis und Beteiligung der nächsten Wählergeneration. Zum Skolevalg 2024 hat Kruso die Plattform gemeinsam mit dem dänischen Parlament, dem dänischen Ministerium für Kinder und Bildung und dem Dachverband der dänischen Jugendverbände neu aufgesetzt; sie ist die zentrale Plattform des landesweiten Skolevalg-Programms.

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Pädagogisch das demokratische Selbstvertrauen junger Menschen stärken
Bei der dänischen Parlamentswahl 2022 ging die Wahlbeteiligung zum dritten Mal in Folge zurück, auf den niedrigsten Stand seit mehr als 30 Jahren. Eine Entwicklung, die eines der wichtigsten Fundamente der dänischen Gesellschaft bedroht: die Demokratie.
Die Aussicht, zur hohen Wahlbeteiligung der siebziger Jahre oder zum Rekordwert der Kommunalwahlen 2001 zurückzukehren, war nicht selbstverständlich: Bei der Parlamentswahl 2015 lag der Anteil der Erstwähler noch 2 Prozentpunkte unter der Gesamtbeteiligung.
2015 fand das erste Skolevalg statt: ein dreiwöchiges Unterrichtsprogramm im Stil eines Wahlkampfs, aufgebaut wie eine echte Parlamentswahl. Es sollte die demokratische Bildung junger Menschen und ihr politisches Selbstvertrauen stärken – ein entscheidender Faktor dafür, ob aus jemandem später ein engagierter oder ein passiver Wähler wird.



Tests, die etwas hergeben
Kruso hat die Plattform zum Skolevalg 2024 neu entwickelt, mit dem Ziel, sowohl den Vermittlungswert als auch den Lernwert zu erhöhen. Erreicht wurde das über bessere Bedienbarkeit und ein höheres Maß an Beteiligung.
Eine Reihe von Nutzertests zeigte, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Schüler kurz ist. Daraus wurden kürzere Texte und direktere Interaktionen. Außerdem haben wir die Personalisierung ausgebaut: Die Schüler richten ihre Profile selbst ein, geben Rückmeldung und gestalten die geteilten Inhalte aktiv mit.
Damit das Lernumfeld sicher bleibt, können Lehrer unpassende Kommentare unkompliziert entfernen und so Mobbing vorbeugen. Die Übersicht für Lehrer ist bewusst klar gehalten, damit nichts übersehen wird. Ein farbcodierter Status zeigt auf einen Blick, wie weit jeder Schüler im Lernprozess ist. Auch die Qualitätskontrolle liegt bei den Lehrern: Inhalte erscheinen erst, wenn sie freigegeben sind.
Die fertige Lösung entstand in einem gemischten Designprozess mit einem externen UI-Designteam und zeigt ein spielerisch angelegtes Design mit weichen Kanten und Pastellfarben. Das Design trägt zu einem einladenden, benutzerfreundlichen Erlebnis bei, in das auch Gamification eingebaut ist: Belohnungssysteme, Herausforderungen und Etappenziele machen die Nutzung sowohl unterhaltsamer als auch motivierender.
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Vom Konzept ins Klassenzimmer
Drei Wochen lang arbeiten sich die Schüler in 24 Kernthemen ein und wählen dann drei aus, für die sie bis zur Wahl eintreten wollen. Danach sind sie gerüstet, sich an der politischen Debatte zu beteiligen, weil sie erkennen, mit welchen Argumenten und rhetorischen Mitteln die politische Agenda beeinflusst wird. Am Ende steht die eigene Auseinandersetzung mit den Positionen der Parteien.
Der gesamte Kurs bereitet die Schüler darauf vor, zur Wahl zu gehen und ihre Stimme abzugeben, sobald sie wahlberechtigt sind. Demokratie will gelernt und geübt sein. Deshalb ist es wichtig, junge Menschen für die Beteiligung an der repräsentativen Demokratie auszustatten – sie sollen erleben, dass es tragfähig ist und etwas bewirkt, sich einzubringen.
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Es ist kein Geheimnis, dass der Zeitplan eng war, und sowohl Kruso als auch wir als Kunde waren uns dessen von Anfang an bewusst. Dennoch habe ich den Eindruck, dass die erwarteten Stolpersteine flexibel gelöst wurden und wir gemeinsam die besten Lösungen gefunden haben.
Christian Juul Lentz, Project Manager
Skolevalg


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Technisches Fundament
Die Plattform ist nach einem Best-of-Breed-Ansatz zusammengesetzt, bei dem jeweils das Beste aus allen Welten zusammenkommt. Sie läuft im Container-System Kubernetes, das die Lösung bündelt und automatisch hoch- und herunterskaliert, je nachdem wie viele Menschen die Seite gleichzeitig besuchen. Während der Entwicklung wurde die Lösung unter anderem einem Lasttest unterzogen, um die Stabilität zu sichern.
Die Videofunktionen der Lösung entstanden zusammen mit Qbrick. Damit führten die Schüler eigene Debatteninterviews und setzten sich kritisch mit den Beiträgen der anderen auseinander. Außerdem zog die neue Plattform um zu – einem CMS, das die redaktionelle Arbeit einfacher und übersichtlicher macht.
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Wir haben eine Lösung bekommen, die deutlich benutzerfreundlicher und flexibler zu bedienen ist als die vorherige. Ein Schüler oder ein Nutzer der Seite denkt darüber natürlich nicht nach, aber für uns, die täglich damit arbeiten, ist es großartig.
Christian Juul Lentz, Project Manager
Skolevalg


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71.000 Schüler - 1 Skolevalg
Am 15. Januar begrüßte Skolevalg 2024 mehr als 71.000 Schüler aus 710 Schulen in 96 Kommunen. Die Plattform hielt der Höchstlast stand: über 2.250 hochgeladene Videos und mehrere tausend gleichzeitige Besucher, ohne Ausfall. Dazu kamen 52.000 Kommentare und mehr als 20.000 Reaktionen auf Videos. Außerdem gab es beim Skolevalg 2024 landesweit 425 Debatten an Schulen vor Ort, von denen einige über die Plattform live übertragen wurden.
Die Wahl endete in aufgeladener Stimmung und bester Laune: 200 Nachwuchspolitikerinnen und -politiker kamen im Landstingssaal auf Schloss Christiansborg zusammen, um die Verkündung der Ergebnisse des Skolevalg 2024 zu verfolgen.

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Das landesweite Skolevalg in den 9. und 10. Klassen seit 2015 hat womöglich dazu beigetragen, den Wahlvorgang für die etwas jüngere Generation Z zu entmystifizieren, also für die heute 18- bis 27-Jährigen, während die Generation Y, zu der die heute 28- bis 43-Jährigen zählen, diese frühe Begegnung mit dem Wahlvorgang nicht hatte.
Kasper Møller Hansen, Professor and election researcher
Department of Political Science, University of Copenhagen
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Spürbare Verschiebungen im politischen Bild
75,1 % der wahlberechtigten 18-jährigen Dänen gaben bei den Kommunal- und Regionalwahlen 2017 ihre erste Stimme ab. Das waren 4 Prozentpunkte mehr als bei den Kommunal- und Regionalwahlen 2013 und 17 Prozentpunkte mehr als 2009. Die Beteiligung der jungen Erstwähler lag damit auf dem Niveau der 50- bis 59-Jährigen. Auch bei den 19- bis 29-Jährigen stieg die Wahlbeteiligung, von unter 50 % im Jahr 2009 auf 60 % im Jahr 2017.
Bei der Parlamentswahl 2022 ging die Wahlbeteiligung wie erwähnt zum dritten Mal in Folge zurück, mit einem ermutigenden Lichtblick bei den 18-Jährigen, die erstmals häufiger wählten als der Durchschnitt. Zum Vergleich: 2015 lagen sie noch rund 2 Prozentpunkte unter der Gesamtbeteiligung, jetzt liegen sie knapp 1 Prozentpunkt darüber.
Skolevalg ist für einen Danish Digital Award 2024 in der Kategorie Best in Purpose nominiert.
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