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Produktdatendisziplin als Grundlage für Self-Service
Niels Brinkø
25.06.2026
Self-Service ist nur so gut wie Ihre Produktdaten

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Self-Service klingt in der Theorie einfach
Kunden melden sich an, finden das benötigte Produkt, konfigurieren es und geben eine Bestellung auf – ohne auf interne Hilfe warten zu müssen. Das ist schneller für den Kunden und nimmt Vertriebs- und Supportteams viele kleine Anfragen ab.
Doch in der Arbeit mit Herstellern zeigt sich in diesen Gesprächen schnell eine Sache.
Self-Service funktioniert nur so gut wie die Produktdaten dahinter.
Sind die Produktdaten unvollständig, inkonsistent oder schwer zu navigieren, wird das Portal schnell zu einer weiteren Quelle der Verwirrung – statt etwas, das Kunden tatsächlich weiterhilft.
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Warum Produktdaten zur verborgenen Herausforderung werden
Die meisten Hersteller verfügen über äußerst detailliertes Wissen über ihre Produkte.
Die Herausforderung liegt selten im Wissen selbst. Die Herausforderung liegt darin, wie dieses Wissen systemübergreifend strukturiert und geteilt wird.
Produktspezifikationen befinden sich möglicherweise in einem System. Marketingbeschreibungen in einem anderen. Technische Dokumentation an einem ganz anderen Ort. Und manchmal existieren die wichtigsten Details nur in Tabellenkalkulationen oder internen Dokumenten, die Kunden nie zu Gesicht bekommen.
Intern wissen Teams oft, wie sie diese Komplexität navigieren, weil sie jahrelang mit den Produkten gearbeitet haben.
Von außen sieht das ganz anders aus.
Kunden, die das richtige Produkt oder die richtige Konfiguration suchen, wenden sich oft an Vertrieb oder Support – einfach weil die benötigten Informationen nicht leicht zugänglich oder verständlich sind.
Mit anderen Worten: Die Organisation wird zur Suchmaschine.
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Warum Self-Service strukturierte Produktdaten erfordert
Genau deshalb wird Produktdatendisziplin so entscheidend, wenn Hersteller beginnen, Self-Service-Umgebungen aufzubauen.
Wenn Kunden Produkte selbst erkunden, Optionen konfigurieren und Bestellungen aufgeben sollen, müssen die Produktinformationen so strukturiert sein, dass sie diese Customer Journey unterstützen.
Produktattribute müssen konsistent sein. Varianten müssen klar definiert sein. Die Zusammenhänge zwischen Produkten, Ersatzteilen und Zubehör müssen nachvollziehbar sein.
Ohne diese Struktur wird selbst die beste Commerce-Plattform Schwierigkeiten haben, ein gutes Erlebnis zu liefern.
Viele Hersteller begegnen dieser Herausforderung, indem sie ein PIM-System (Product Information Management) einführen und es mit ihrer Commerce-Plattform und ihrem ERP verbinden.
Plattformen wie Truvio ermöglichen es, diese Elemente zusammenzuführen, sodass Produktdaten, Preise und Verfügbarkeit konsistent über die gesamte Kaufreise hinweg dargestellt werden.
Das Ergebnis ist nicht nur ein besseres Portal. Es ist eine deutlich klarere Produktstruktur im gesamten Unternehmen.
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Bessere Daten reduzieren Reibung überall
Etwas, das wir häufig beobachten, wenn Produktdaten strukturierter werden: Die Vorteile reichen weit über das Kundenportal hinaus.
Vertriebsteams verbringen weniger Zeit damit, grundlegende Produktfragen zu beantworten. Supportteams haben weniger Missverständnisse rund um Konfigurationen oder Spezifikationen. Und neue Mitarbeitende können das Produktportfolio viel schneller verstehen, weil die Informationen strukturiert und durchsuchbar sind.
Kunden erleben dieselbe Klarheit.
Sie finden die gesuchten Produkte tatsächlich, verstehen die verfügbaren Optionen und können sicher sein, dass das bestellte Produkt das richtige ist.
In der Praxis reduziert das Fehler, verkürzt Kaufzyklen und beseitigt eine Menge unnötiger Kommunikation.
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Vorbereitung auf Compliance und künftige Anforderungen
Ein weiterer Grund, warum Produktdatendisziplin zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist die Regulierung.
Hersteller sehen sich wachsenden Anforderungen an Produkttransparenz, Nachhaltigkeitsdaten und digitale Dokumentation gegenüber. Ob es um Umweltberichterstattung, digitale Produktpässe oder branchenspezifische Compliance geht – Unternehmen werden strukturierte Produktdaten benötigen, um diesen Erwartungen gerecht zu werden.
Organisationen, die Produktdaten bereits als strategisches Asset behandeln, sind daher deutlich besser aufgestellt.
Statt Datenstrukturen später neu aufbauen zu müssen, können sie die bereits vorhandenen Systeme und Prozesse erweitern.
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Die Grundlage für skalierbaren Self-Service
Self-Service wird oft als Frontend-Erlebnis diskutiert.
In Wirklichkeit geht es vor allem um die Struktur dahinter.
Wenn Produktdaten gut organisiert und systemübergreifend verknüpft sind, wird Self-Service zu einer natürlichen Erweiterung der bestehenden Arbeitsweise einer Organisation. Kunden können Produkte erkunden, Optionen konfigurieren und Bestellungen aufgeben, ohne ständig auf interne Unterstützung angewiesen zu sein.
Und intern verbringen Teams weniger Zeit damit, Routinefragen zu beantworten, und mehr Zeit mit den komplexen Gesprächen, bei denen ihre Expertise wirklich gefragt ist.
In diesem Sinne ist Produktdatendisziplin nicht nur eine technische Übung.
Sie ist das, was skalierbaren Self-Service überhaupt erst möglich macht.

Niels Brinkø von Kruso und Lars Byg Holm von Truvio untersuchen gemeinsam, wie Hersteller Reibungsverluste im B2B-Vertrieb reduzieren, indem sie PIM, ERP und Commerce-Plattformen miteinander verbinden.
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